6 Dinge, die ihr über kurzfristige Finanzierungen wissen solltet

Sie sind ein Akteur des elektronischen Handels, ein SaaS-Unternehmen oder ein Marktplatzverkäufer:

Ob E-Commerce, SaaS oder Online-Marktplatz: Euer Unternehmen wächst und gedeiht und ihr sucht nach dem besten Weg, zu skalieren. Hier erfahrt ihr, worauf ihr achten solltet, wenn ihr zum ersten Mal eine kurzfristige Finanzierung abschließt.

Ob E-Commerce, SaaS oder Online-Marktplatz, euer Unternehmen wächst und gedeiht und ihr sucht nach dem besten Weg, zu skalieren. Ihr habt vielleicht schon darüber nachgedacht, einen Kredit bei eurer Bank aufzunehmen und die Idee dann doch wieder verworfen. Traditionelle Banken fühlen sich bei der Finanzierung von Start-ups oft immer noch nicht wohl und dafür gibt es zwei Hauptgründe: 

  • Weil sie als Unternehmen, die vor dem Internet entstanden sind, nicht zu 100 % verstehen, was genau ihr tut (z. B. wie ihr Kunden gewinnt). Daher können sie das Risiko, euch Geld zu leihen, nur schwer einschätzen.
  • Weil euer Geschäft weitgehend auf immateriellen Vermögenswerten aufbaut, ist es für sie schwierig, Sicherheiten wie z. B. ein Lagerhaus zu finden, falls ihr in Zahlungsschwierigkeiten kommt.

Vielleicht habt ihr aber auch schon einmal von Revenue-Based Financing (RBF) gehört, das online-basierten Unternehmen eine neue, besser geeignete Art von Finanzierung bietet. Bei dieser Art der Finanzierung beruhen alle Entscheidungen auf Daten. So sind RBF-Akteure in der Lage, eure Performance genauestens zu messen, um eure Wachstumskapazitäten und Rückzahlungsfähigkeit einzuschätzen. Statt sich auf die Vergangenheit zu konzentrieren, liegt der Fokus hier komplett auf eurer zukünftigen Geschäftstätigkeit. Daher können sie euch nahezu in Echtzeit kurzfristige Finanzierungen mit festen oder variablen Rückzahlungsbedingungen anbieten. 

Eine solche umsatzbasierte Finanzierung hat viele Vorteile, darunter keine Kapitalverwässerung und ein schneller und reibungsloser Finanzierungsprozess. Bei Silvr zum Beispiel wird die Finanzierung schon eine Woche nach Vertragsunterzeichnung auf euer Bankkonto überwiesen.

Jetzt fragt ihr euch bestimmt, was hinter einem solchen Vertrag steckt. Was sind die wichtigsten Punkte, die ihr euch ansehen solltet, bevor ihr ein Angebot für eine kurzfristige Finanzierung annehmt? Gibt es Best Practices? Welche Fehler solltet ihr vermeiden?

1. Finanzierungsbetrag festlegen

Natürlich solltet ihr damit starten, euch zu überlegen, wie hoch die Finanzierung ausfallen muss. In den meisten Fällen sollten das bei kurzfristigen Finanzierungen 10 % eurer durchschnittlichen monatlichen Einnahmen sein.

Die Höhe der Finanzierung sollte sich natürlich auch an den Bedürfnissen eures Unternehmens orientieren und im Verhältnis zu Wachstum und Umsätzen stehen. Denn wenn ihr euren Finanzierungsbedarf überschätzt, um euer Wachstumsziel zu verfolgen, könnte es schwierig werden, die Finanzierung zurückzuzahlen, und ihr würdet die Gesundheit eures Unternehmens gefährden.

Aber keine Sorge: Wenn ihr euch bei Silvr für eine kurzfristige Finanzierung auf unserer Plattform bewerbt, helfen wir euch dabei, den idealen Betrag zu ermitteln. Wie das geht? Wir stellen eine Verbindung zu eurem PSP (Payment Service Provider), eurem CMS (Content Management System), Prestashop und Google Analytics her und können so abschätzen, wie viel euer Unternehmen für sein Wachstum braucht, ohne es zu gefährden.

2. Rückzahlungsbedingungen: fix oder umsatzbasiert?

Bei der Rückzahlung gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder ihr entscheidet euch für ein festes Rückzahlungssystem (bei dem ihr jede Woche denselben Betrag zurückzahlt, wie bei einem herkömmlichen Kredit) oder ihr entscheidet euch für ein Rückzahlungssystem, das an eure Einnahmen gekoppelt ist – den RBF-Modus. In beiden Fällen ist der Betrag, den ihr am Ende zurückzahlt, derselbe. Der einzige Unterschied ist, dass ihr beim RBF-Modus mehr Flexibilität habt, da eure Rückzahlungsperiode bei Bedarf verlängert werden kann.

Die Innovation des RBF besteht darin, dass ihr einen Prozentsatz eures Umsatzes zurückzahlen könnt, statt jeden Monat feste Raten zu zahlen. Da der RBF-Modus an eure Einnahmen gekoppelt ist, bedeutet er hohe Rückzahlungen in Zeiten mit hohen Umsätzen und niedrigere Rückzahlungen in Zeiten mit niedrigen Umsätzen. Von Monat zu Monat variiert also der Betrag, den ihr zurückzahlt.

Der RBF-Modus ermöglicht es euch also, eure monatlichen Raten an eure Performance anzupassen, um zu verhindern, dass euer Geschäft von den Rückzahlungen beeinträchtigt wird. Damit euer Unternehmen langfristig erfolgreich ist, werden bei außerordentlichen Verkaufsaktionen die monatlichen Raten auf 25 % eures Umsatzes begrenzt, damit ihr keine astronomischen Summen auszahlen müsst.

3. Kommission (≠ Zinssatz)

Kurz gesagt: Die Kommission ist die Art und Weise, über die sich RBF-Plattformen finanzieren. Mit anderen Worten: Es sind die Kosten, die mit der Finanzierung eures Unternehmens verbunden sind. Ihr solltet jedoch bedenken, dass die Kosten für RBF nur schwer mit anderen Finanzierungsformen vergleichbar sind, da es nicht wie ein traditionelles Darlehen strukturiert ist.

Was verstehen RBF-Plattformen unter „Kommission”?

Die Kommission unterscheidet sich stark von einem klassischen Zinssatz. Angenommen, die Kommission beträgt 5 % eurer Finanzierung. Wenn ihr 100.000 € in Anspruch nehmt, beträgt die Kommission 5.000 €. Das bedeutet, dass die Gesamtkosten der Finanzierung 5.000 € betragen – nicht mehr und nicht weniger. Unabhängig davon, wie viel ihr jeden Monat zurückzahlt – und selbst wenn ihr eure Rückzahlungsperiode auf ein Jahr ausdehnt – habt ihr am Ende insgesamt 105.000 € zurückgezahlt.

Welche Unterschiede gibt es zu anderen Finanzierungsarten?

Wenn ihr einen herkömmlichen Kredit aufnehmt, teilt die Bank einen Zinssatz mit – sagen wir 2 %. Das bedeutet, dass ihr jeden Monat einen festen Betrag an die Bank zurückzahlen müsst. Dieser Betrag setzt sich in Wirklichkeit aus zwei Komponenten zusammen:

  • einem Teil des geliehenen Kapitals, das ihr zurückzahlen müsst
  • den Zinsen auf das Restkapital, die ihr der Bank für die Kreditvergabe schuldet

Das erklärt, warum bei Beginn der Rückzahlung eines Kredits der größte Teil dessen, was ihr zurückzahlt, aus Zinsen besteht – und nur ein kleiner Teil aus dem Kapital selbst. Je weiter ihr mit der Rückzahlung des Kredits vorankommt, desto kleiner wird das verbleibende Kapital, ebenso wie die Zinsen, die ihr der Bank schuldet. Normalerweise teilt euch eure Bank auch einen effektiven Jahreszins mit, der eine jährliche Gebühr darstellt, die alle mit dem Kredit verbundenen Kosten umfasst.

Der effektive Jahreszins unterscheidet sich erheblich von der festen Kommission, die RBF-Plattformen ihren Kunden berechnen. Ihr werdet allerdings feststellen, dass auch euer RBF-Vertrag einen jährlichen Zinssatz enthält.

4. Effektiver Jahreszins: Was steckt dahinter?

Aus rechtlichen Gründen müssen Kreditgeber den effektiven Jahreszins anzeigen. Das gilt auch für RBF-Akteure, obwohl das, was sie ihren Kunden berechnen, kein Zinssatz, sondern eine Kommission ist. Eine solche Berechnung des effektiven Jahreszinses dient ausschließlich zu Informationszwecken und berücksichtigt die Besonderheiten der Finanzierung und der Rückzahlungsmodalitäten. Daher wird euch die Kommission, die ihr der RBF-Plattform zahlt, verhältnismäßig hoch vorkommen. Das ist aber irreführend: In Wirklichkeit werdet ihr diese jährliche Gebühr nie bezahlen.

Nehmen wir dasselbe Beispiel wie vorhin: Ihr habt eine Finanzierung in Höhe von 100.000 € mit einer tilgungsfreien Zeit von 4 Wochen und einer Rückzahlungsfrist von 12 Wochen abgeschlossen. Die Kommission beträgt 5 %, ihr zahlt also insgesamt 5.000 €. Wenn ihr die Kommission auf Jahresbasis umrechnet, erhaltet ihr einen effektiven Jahreszins von 24 % – das klingt erstmal sehr hoch! Aber die tatsächlichen Kosten betragen nur 5 % des Finanzierungsbetrags – also 5.000 €.

Ein weiterer wichtiger Punkt, den ihr im Hinterkopf behalten solltet, ist, dass die Kommission das Einzige ist, was ihr der RBF-Plattform schuldet. Die Plattform nimmt keine versteckten Gebühren oder Sicherheiten von eurem Unternehmen – im Gegensatz zu Banken, die in der Regel eine Sicherheit verlangen.

5. Umsatzquellen: Verknüpft eure Daten

Umsatzquellen und die damit verbundenen Plattformen geben modernen Finanzdienstleistern die Möglichkeit, eure zukünftigen Einnahmen zu bestimmen. Durch die Verwendung von APIs können sich RBF-Plattformen mit eurem Prestashop-Konto, eurem CMS (z. B. Wordpress) und eurem PSP (z. B. Stripe) verbinden, um einen genauen Überblick über euren Auftragseingang zu erhalten. Nach derselben Logik verbinden sich RBF-Plattformen mit eurem Google Analytics-Account, um den Traffic auf eurer Website Tag für Tag genau einzuschätzen. Auf Grundlage der Daten der letzten sechs Monate oder mehr kann die RBF-Plattform euch das Finanzierungsangebot mit dem am besten geeigneten Betrag und Kommissionssystem anbieten.

Wir empfehlen euch, die Datenschutzrichtlinien des jeweiligen Finanzierers zu lesen, um sicherzustellen, dass die Daten eures Unternehmens sicher behandelt werden. Wir bei Silvr sind vor Kurzem nach ISO 27001 zertifiziert worden – einem internationalen Standard, der sicherstellt, dass Informationen innerhalb des Unternehmens an allen Stellen sicher verwaltet werden.

Durch Echtzeit-Datenanalyse und KI-Modelle sind moderne Finanzierer in der Lage, euer zukünftiges Wachstum vorherzusagen und zu prognostizieren, wie viel Kapital ihr benötigt, um euer Wachstum zu skalieren. Es kommt vor, dass RBF-Plattformen von euch verlangen zu erklären, wie ihr das zur Verfügung gestellte Kapital verwenden wollt. Wir bei Silvr tun das nicht. Ganz einfach.

6. Rückzahlungsaufschub: Entscheidet, wann es passt

Der letzte wichtige Punkt, den ihr beachten solltet, ist der Rückzahlungsaufschub. Bevor ihr das Kapital von der RBF-Plattform erhaltet, müsst ihr festlegen, nach wie vielen Tagen oder Wochen ihr mit der Rückzahlung beginnt. Diese Frist kann in der Regel von einer Woche bis zu vier Wochen betragen.

Je länger der Aufschub, desto mehr Zeit habt ihr, um euer neues Kapital einzusetzen, bevor ihr mit der Rückzahlung an die Plattform beginnt.

Wenn ihr euch dafür entscheidet, eure kurzfristige Finanzierung mithilfe des RBF-Modus zurückzuzahlen, habt ihr bis zu 12 Monate Zeit, um den Finanzierungsbetrag vollständig zurückzuzahlen. Auch wenn das etwas abschreckend klingen mag, vergesst nicht, dass der RBF-Modus euch bei der Rückzahlung den Rücken deckt: Der Betrag, den ihr zurückzahlt, ist in einer enttäuschenden Verkaufswoche ebenfalls gering. In Verbindung mit der Möglichkeit des Rückzahlungsaufschubs bietet eine kurzfristige Finanzierung die Garantie für eine verantwortungsvolle, aber immer sichere Kapitalaufnahme.

Herzlichen Glückwunsch, ihr kennt euch jetzt bestens mit kurzfristigen Finanzierungen aus. Ihr habt noch Fragen oder möchtet mehr über die Finanzierungen von Silvr erfahren? Kontaktiert uns einfach!

Veröffentlicht

24/3/2023

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